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Worauf Arbeitgeber achten
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker:innen setzen Unfallfahrzeuge instand, richten Karosserien, ersetzen Teile, bauen Aufbauten für Nutzfahrzeuge und arbeiten an Wohnmobilen. Moderne Fahrzeuge verlangen zudem Kenntnisse bei Fahrerassistenzsystemen und Hochvolttechnik.
Betriebe achten in der Bewerbung darauf, in welcher Fachrichtung du arbeitest, welche Verfahren du beherrschst und welche Qualifikationen du mitbringst.
Das prüfen Personaler:innen zuerst
- Gesellenbrief und Fachrichtung
- Unfallinstandsetzung und Richtsysteme
- Fügeverfahren wie Schweißen, Kleben und Nieten an Stahl und Aluminium
- Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen
- Hochvoltqualifikation, falls vorhanden
Der Lebenslauf
Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker:in aussehen:
08/2021 – heute · Karosseriebauer, Karosserieinstandhaltungstechnik, Karosseriefachbetrieb, Hagen
- – Unfallinstandsetzung nach Herstellervorgaben
- – Vermessung und Richten auf der Richtbank
- – Austausch von Karosserieteilen mit Schweißen, Kleben und Nieten
- – Kalibrierung von Kameras und Radarsensoren
- – Ausbeulen ohne Lackieren und Smart Repair
Stärken belegen statt behaupten
Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker:in besonders, und so kannst du sie belegen:
- Präzision: Beschreib, wie du Maße nach dem Richten kontrollierst.
- Handwerkliches Geschick: Nenn eine schwierige Instandsetzung.
- Lernbereitschaft: Zeig Schulungen zu neuen Werkstoffen oder Systemen.
- Sorgfalt: Erwähn, wie du Reparaturen dokumentierst.
Fachkenntnisse & Programme
In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker:in:
- Unfallinstandsetzung
- Karosserievermessung und Richtsysteme
- Schweißen, Kleben und Nieten an Stahl und Aluminium
- Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen
- Ausbeultechnik
- Hochvoltqualifikation, falls vorhanden
- Führerschein Klasse B
Lebenslauf als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker:in
Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.
Das Anschreiben
Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.
In meinem Karosseriefachbetrieb setze ich Unfallfahrzeuge nach Herstellervorgaben instand und arbeite an der Richtbank. Ich beherrsche Schweiß-, Klebe- und Nietverfahren an Stahl und Aluminium und kalibriere Fahrerassistenzsysteme. Ihr Betrieb ist für mehrere Hersteller zertifiziert, und ich möchte die entsprechenden Schulungen bei Ihnen absolvieren.
Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.
Do & Don't
So geht's
- Fachrichtung und Verfahren nennen
- Herstellerschulungen angeben
- Fahrerassistenzsysteme und Hochvolt erwähnen
- Fotos von Arbeiten beilegen
Lieber nicht
- Nur „Karosseriearbeiten“ schreiben
- Qualifikationen übertreiben
- Werkstoffkenntnisse verschweigen
- Schulungen vergessen
Ausbildung & Quereinstieg
Der klassische Weg
Die duale Ausbildung zur Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin bzw. zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker dauert dreieinhalb Jahre. Fachrichtungen sind Karosserieinstandhaltungstechnik, Karosserie- und Fahrzeugbautechnik sowie Caravan- und Reisemobiltechnik. Danach sind Meister:in oder Techniker:in möglich.
Quereinstieg
Kfz-Mechatroniker:innen und Metallbauer:innen bringen passende Kenntnisse mit. Helfer:innen in Karosseriebetrieben können mit Erfahrung die Ausbildung nachholen.
Checkliste
Bevor du abschickst
- Gesellenbrief und Fachrichtung angegeben?
- Verfahren und Werkstoffe genannt?
- Herstellerschulungen aufgeführt?
- Fahrerassistenz- und Hochvoltkenntnisse angegeben?
- Fotos beigelegt?
- Führerschein genannt?
Häufige Fragen
Ist Karosseriebauer:in dasselbe?+
Umgangssprachlich ja. Der offizielle Ausbildungsberuf heißt Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker:in.
Wie wichtig ist Aluminiumerfahrung?+
Zunehmend wichtig, weil viele moderne Fahrzeuge Aluminium verbauen.
Kann ich in den Fahrzeugbau wechseln?+
Ja, besonders mit Metallbau- und Schweißkenntnissen.
Gibt es Weiterbildungen in Lackierung?+
Ja, viele Karosseriebetriebe arbeiten eng mit Fahrzeuglackierer:innen zusammen.