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Worauf Arbeitgeber achten
Busfahrer:innen bringen Menschen im Linienverkehr, im Schulverkehr oder auf Reisen sicher ans Ziel. Sie verkaufen Fahrkarten, geben Auskünfte, achten auf Sicherheit und halten Fahrpläne ein.
Verkehrsbetriebe achten in der Bewerbung auf Führerschein und Qualifikation, auf Zuverlässigkeit und darauf, wie du mit Fahrgästen umgehst. Viele Betriebe bilden Quereinsteiger:innen selbst aus.
Das prüfen Personaler:innen zuerst
- Führerschein Klasse D oder DE
- Gültige Berufskraftfahrerqualifikation mit Schlüsselzahl 95
- Erfahrung im Linien-, Schul- oder Reiseverkehr
- Freundlicher, ruhiger Umgang mit Fahrgästen
- Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten
Der Lebenslauf
Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Busfahrer:in aussehen:
06/2021 – heute · Busfahrer im Linienverkehr, Kommunales Verkehrsunternehmen, Karlsruhe
- – Fahren im Stadt- und Regionallinienverkehr mit Solo- und Gelenkbussen
- – Fahrkartenverkauf und Auskünfte für Fahrgäste
- – Abfahrtskontrolle und Meldung von Mängeln
- – Unterstützung von Fahrgästen mit Rollstuhl oder Kinderwagen
- – Ruhiges Handeln in Konfliktsituationen
Stärken belegen statt behaupten
Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Busfahrer:in besonders, und so kannst du sie belegen:
- Freundlichkeit: Beschreib, wie du Fahrgästen weiterhilfst, auch wenn es eng wird.
- Ruhe: Nenn eine Konfliktsituation, die du deeskaliert hast.
- Zuverlässigkeit: Zeig Pünktlichkeit und lange Betriebszugehörigkeit.
- Sicherheitsbewusstsein: Erwähn Abfahrtskontrolle und vorausschauendes Fahren.
Fachkenntnisse & Programme
In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Busfahrer:in:
- Führerschein Klasse D oder DE
- Berufskraftfahrerqualifikation (Schlüsselzahl 95)
- Fahrerkarte, wo nötig
- Ticketing- und Bordrechnersysteme
- Deeskalation
- Erste Hilfe
- Ortskenntnisse
Lebenslauf als Busfahrer:in
Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.
Das Anschreiben
Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.
Seit vier Jahren fahre ich im Stadt- und Regionallinienverkehr und kenne viele Fahrgäste persönlich. Ich achte darauf, pünktlich zu sein, ruhig zu fahren und auch in hektischen Momenten freundlich zu bleiben. Konflikte im Bus kläre ich mit ruhigen Worten. Ihr Unternehmen setzt zunehmend Elektrobusse ein, und ich möchte gern auf diesen Fahrzeugen fahren.
Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.
Do & Don't
So geht's
- Führerschein und Qualifikation mit Gültigkeit nennen
- Verkehrsarten und Fahrzeugtypen angeben
- Freundlichkeit mit Beispiel zeigen
- Dienstbereitschaft klären
Lieber nicht
- Schlüsselzahl 95 unklar lassen
- Konflikte mit Fahrgästen negativ schildern
- Nur „Busfahren“ schreiben
- Ortskenntnis übertreiben
Ausbildung & Quereinstieg
Der klassische Weg
Es gibt die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb. Häufiger ist der Weg über den Führerschein Klasse D und die Grundqualifikation nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz. Danach musst du dich regelmäßig weiterbilden, um die Schlüsselzahl 95 zu behalten.
Quereinstieg
Busfahrer:in ist ein typischer Quereinstiegsberuf. Viele Verkehrsbetriebe übernehmen Führerschein und Qualifizierung, wenn du dich verpflichtest, eine Zeit lang bei ihnen zu fahren. Auch die Agentur für Arbeit fördert oft über einen Bildungsgutschein.
Checkliste
Bevor du abschickst
- Führerscheinklasse und Gültigkeit angegeben?
- Schlüsselzahl 95 genannt?
- Verkehrsarten beschrieben?
- Beispiel für Freundlichkeit oder Deeskalation?
- Dienstbereitschaft geklärt?
- Zeugnisse beigelegt?
Häufige Fragen
Bezahlt der Arbeitgeber den Busführerschein?+
Viele Verkehrsbetriebe übernehmen die Kosten. Oft gibt es eine Bindungsklausel. Lies die Bedingungen genau.
Wie alt muss ich sein?+
Für den Führerschein Klasse D gelten Mindestalter, die je nach Ausbildungsweg variieren. Informier dich bei der Fahrschule oder dem Verkehrsbetrieb.
Gibt es geteilte Dienste?+
In manchen Betrieben ja, weil morgens und nachmittags mehr Fahrgäste unterwegs sind. Frag nach dem Dienstplanmodell.
Brauche ich gute Deutschkenntnisse?+
Ja, weil du Auskünfte gibst und Durchsagen machst. Gib dein Niveau ehrlich an.