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Worauf Arbeitgeber achten
Friseur:innen beraten Kund:innen, schneiden, färben, stylen und pflegen Haare und Bärte. Sie arbeiten in Salons, bei Ketten, im Theater oder selbstständig.
Salons wollen in der Bewerbung sehen, welche Techniken du beherrschst, wie du berätst und welchen Stil du hast. Ein kleines Portfolio mit Fotos deiner Arbeit sagt oft mehr als ein langer Text.
Das prüfen Personaler:innen zuerst
- Gesellenbrief als Friseur:in
- Techniken wie Schnitt, Farbe, Balayage, Herrenschnitt oder Bart
- Beratungskompetenz und Freundlichkeit
- Verkauf von Pflegeprodukten
- Eigener Kundenstamm oder Bereitschaft, einen aufzubauen
Der Lebenslauf
Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Friseur:in aussehen:
08/2022 – heute · Friseurin, Friseursalon, Düsseldorf
- – Beratung und Haarschnitte für Damen und Herren
- – Farbveränderungen, Strähnen und Balayage
- – Hochsteckfrisuren für Hochzeiten und Feiern
- – Produktberatung und Verkauf von Pflegeprodukten
- – Terminplanung und Kassieren
Stärken belegen statt behaupten
Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Friseur:in besonders, und so kannst du sie belegen:
- Beratungskompetenz: Beschreib, wie du herausfindest, was Kund:innen wirklich wollen.
- Kreativität: Nenn einen Look, auf den du stolz bist.
- Kundenbindung: Zeig, dass Kund:innen gezielt zu dir kommen.
- Teamgeist: Erwähn, wie du dich im Salon einbringst, etwa bei Schulungen oder Social Media.
Fachkenntnisse & Programme
In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Friseur:in:
- Damen- und Herrenhaarschnitte
- Färben, Strähnen und Balayage
- Bartpflege und Rasur
- Hochsteckfrisuren und Styling
- Haar- und Kopfhautdiagnose
- Kassensystem und Online-Terminbuchung
- Produktverkauf
Lebenslauf als Friseur:in
Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.
Das Anschreiben
Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.
Seit meiner Gesellenprüfung arbeite ich in einem Salon mit vielen Stammkund:innen und habe mich auf Farbe und Balayage spezialisiert. Mir ist wichtig, ehrlich zu beraten, auch wenn ein Wunsch für das Haar nicht ideal ist. Viele Kund:innen buchen inzwischen gezielt bei mir. Ihr Salon steht für moderne Farbtechniken, und ich möchte mich dort weiterentwickeln und Seminare besuchen.
Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.
Do & Don't
So geht's
- Techniken und Spezialisierungen nennen
- Portfolio oder Instagram-Profil mit eigenen Arbeiten verlinken
- Beratungsstil zeigen
- Seminare und Weiterbildungen angeben
Lieber nicht
- Fotos von Arbeiten anderer verwenden
- Nur „Haare schneiden“ schreiben
- Den Stil des Salons ignorieren
- Produktverkauf ablehnen, wenn er dazugehört
Ausbildung & Quereinstieg
Der klassische Weg
Die duale Ausbildung zur Friseurin bzw. zum Friseur dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Für einen eigenen Salon ist in der Regel der Meistertitel oder eine gleichwertige Qualifikation nötig. Weiterbildungen gibt es zum Beispiel in Coloration, Make-up oder Barbering.
Quereinstieg
Ohne Ausbildung ist der Einstieg schwierig, weil viele Techniken eine fundierte Ausbildung erfordern. Möglich ist eine Ausbildung auch im Erwachsenenalter oder eine Umschulung. Wer bereits Kosmetik oder Maskenbild gelernt hat, bringt passende Fähigkeiten mit.
Checkliste
Bevor du abschickst
- Gesellenbrief beigelegt?
- Techniken und Spezialisierungen genannt?
- Portfolio mit eigenen Arbeiten verlinkt?
- Stil des Salons im Anschreiben?
- Seminare aufgeführt?
- Bereitschaft zum Probearbeiten erwähnt?
Häufige Fragen
Soll ich Fotos meiner Arbeit mitschicken?+
Ja. Ein paar gute Vorher-nachher-Fotos oder ein Link zu deinem Instagram-Profil mit eigenen Arbeiten überzeugen.
Ist Probearbeiten üblich?+
Ja, sehr. Oft schneidest du an einem Modell. Bring dein eigenes Werkzeug mit, wenn du es hast.
Brauche ich den Meister für einen eigenen Salon?+
In der Regel ja. Es gibt Ausnahmen für erfahrene Gesell:innen, informier dich bei der Handwerkskammer.
Kann ich mich als Barber bewerben?+
Ja. Betone Herrenschnitte, Fades und Bartpflege.