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Worauf Arbeitgeber achten
Kosmetiker:innen analysieren die Haut, führen Gesichts- und Körperbehandlungen durch, pflegen Hände und Füße, schminken und beraten zu Pflegeprodukten. Sie arbeiten in Kosmetikinstituten, Spas, Hotels, Parfümerien und in der Dermatologie.
Arbeitgeber achten in der Bewerbung auf Behandlungsschwerpunkte, Gerätekenntnisse, Beratungsstärke und Verkauf. Zertifikate und Weiterbildungen zeigen deine Spezialisierung.
Das prüfen Personaler:innen zuerst
- Abschluss als Kosmetiker:in oder vergleichbare Qualifikation
- Gesichtsbehandlungen und Hautanalyse
- Apparative Kosmetik und gegebenenfalls Fachkunde nach NiSV
- Beratung und Produktverkauf
- Weiterbildungen und Spezialisierungen
Der Lebenslauf
Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Kosmetiker:in aussehen:
08/2022 – heute · Kosmetikerin, Kosmetikinstitut, Bonn
- – Hautanalyse und individuelle Gesichtsbehandlungen
- – Apparative Behandlungen wie Ultraschall und Microneedling nach Schulung
- – Maniküre, Pediküre und Wimpernbehandlungen
- – Tages- und Brautmake-up
- – Beratung und Verkauf von Pflegeprodukten
Stärken belegen statt behaupten
Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Kosmetiker:in besonders, und so kannst du sie belegen:
- Einfühlungsvermögen: Beschreib, wie du eine Kundin mit empfindlicher Haut beraten hast.
- Fachwissen: Nenn Behandlungen und Geräte, die du sicher einsetzt.
- Kundenbindung: Zeig, dass Kund:innen gezielt zu dir kommen.
- Hygienebewusstsein: Erwähn deine sorgfältige Arbeitsweise.
Fachkenntnisse & Programme
In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Kosmetiker:in:
- Hautanalyse und Gesichtsbehandlungen
- Apparative Kosmetik
- Fachkunde nach NiSV für bestimmte Geräte, falls vorhanden
- Maniküre und Pediküre
- Make-up
- Wimpern- und Augenbrauenbehandlungen
- Produktberatung und Verkauf
Lebenslauf als Kosmetiker:in
Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.
Das Anschreiben
Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.
In meinem Kosmetikinstitut führe ich Gesichtsbehandlungen und apparative Behandlungen durch und berate Kund:innen zu ihrer Pflege zu Hause. Viele Stammkund:innen schätzen, dass ich ehrlich sage, welche Behandlung ihrer Haut wirklich hilft. Ihr Institut arbeitet eng mit einer Hautarztpraxis zusammen, und ich möchte mein Wissen im medizinisch-kosmetischen Bereich vertiefen.
Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.
Do & Don't
So geht's
- Behandlungen und Geräte nennen
- Zertifikate mit Jahr angeben
- Beratungsstil zeigen
- Fotos nur mit Einverständnis der Kund:innen
Lieber nicht
- Heilversprechen machen
- Nur „Kosmetik“ schreiben
- Gerätekenntnisse übertreiben
- Fotos ohne Einverständnis verwenden
Ausbildung & Quereinstieg
Der klassische Weg
Die duale Ausbildung zur Kosmetikerin bzw. zum Kosmetiker dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. Daneben gibt es schulische Ausbildungen an privaten Kosmetikschulen. Für bestimmte Geräte, etwa Laser oder IPL, ist eine besondere Fachkunde vorgeschrieben. Danach sind Kosmetikermeister:in oder Spezialisierungen möglich.
Quereinstieg
Quereinsteiger:innen können über schulische Ausbildungen oder Kurse einsteigen, etwa in Nageldesign oder Wimpern. Für umfassende Behandlungen ist eine vollständige Ausbildung empfehlenswert.
Checkliste
Bevor du abschickst
- Abschluss und Zertifikate beigelegt?
- Behandlungen und Geräte genannt?
- Fachkunde angegeben, falls vorhanden?
- Beratungsbeispiel im Anschreiben?
- Fotos nur mit Einverständnis?
- Zeugnisse beigelegt?
Häufige Fragen
Was ist die NiSV?+
Eine Verordnung, die für bestimmte Geräte wie Laser oder IPL eine besondere Fachkunde verlangt. Gib diese Qualifikation an, wenn du sie hast.
Kann ich im Spa oder Hotel arbeiten?+
Ja. Betone Körperbehandlungen und Gastorientierung.
Gibt es Verkaufsziele?+
In manchen Instituten ja. Frag nach, wie sie gestaltet sind.
Brauche ich den Meister für ein eigenes Institut?+
Nein, das Kosmetikerhandwerk ist zulassungsfrei. Der Meister lohnt sich aber, wenn du ausbilden oder dich fachlich abheben willst.