Bewerbung als Maler:in und Lackierer:in.

Bewerbung als Maler:in und Lackierer:in: worauf Malerbetriebe achten, Beispiel-Lebenslauf mit Innenraum, Fassade und Wärmedämmung, Fachkenntnisse, Anschreiben-Beispiel und Weiterbildung.

3 Min. LesezeitStand: 27. Oktober 2026
Inhalt · 9 Abschnitte+
  1. 01Worauf Arbeitgeber achten
  2. 02Der Lebenslauf
  3. 03Stärken belegen
  4. 04Fachkenntnisse & Programme
  5. 05Das Anschreiben
  6. 06Do & Don't
  7. 07Ausbildung & Quereinstieg
  8. 08Checkliste
  9. 09Häufige Fragen

Worauf Arbeitgeber achten

Maler:innen und Lackierer:innen gestalten und schützen Oberflächen: Sie streichen, tapezieren, spachteln, verlegen Bodenbeläge, sanieren Fassaden und bringen Wärmedämmverbundsysteme an. In der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz schützen sie Stahlbauten und Brücken.

Betriebe achten in der Bewerbung auf saubere, selbstständige Arbeit, Erfahrung in bestimmten Techniken und Freundlichkeit bei Kund:innen. Fotos von Arbeiten helfen, deine Qualität zu zeigen.

Das prüfen Personaler:innen zuerst

  • Gesellenbrief und Fachrichtung, meist Gestaltung und Instandhaltung
  • Erfahrung mit Innenraum, Fassade, Wärmedämmung oder Bodenbelag
  • Kreative Techniken wie Spachteltechnik oder Lasuren
  • Saubere Arbeitsweise in bewohnten Räumen
  • Führerschein, oft Klasse B

Der Lebenslauf

Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Maler:in und Lackierer:in aussehen:

Beispiel: Station im Lebenslauf

08/2021 – heute · Malerin und Lackiererin, Malerbetrieb, Kassel

  • – Vorbereitung von Untergründen, Spachtel- und Schleifarbeiten
  • – Anstrich- und Tapezierarbeiten in Wohn- und Geschäftsräumen
  • – Anbringung von Wärmedämmverbundsystemen an Fassaden
  • – Gestaltung mit Spachtel- und Lasurtechniken
  • – Abdecken, Schutz und Endreinigung in bewohnten Räumen

Stärken belegen statt behaupten

Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Maler:in und Lackierer:in besonders, und so kannst du sie belegen:

  • Sorgfalt: Beschreib, wie du Untergründe prüfst und vorbereitest.
  • Gestaltungssinn: Nenn ein Projekt mit besonderer Technik oder Farbgestaltung.
  • Sauberkeit: Zeig, wie du in bewohnten Räumen arbeitest.
  • Teamarbeit: Erwähn größere Baustellen mit mehreren Gewerken.

Fachkenntnisse & Programme

In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Maler:in und Lackierer:in:

  • Untergrundprüfung und Vorbehandlung
  • Anstrich, Lackierung und Spritzverfahren, etwa Airless
  • Tapezier- und Spachteltechniken
  • Wärmedämmverbundsysteme
  • Fassadensanierung
  • Bodenbeläge
  • Arbeiten auf Gerüsten und mit Hubarbeitsbühnen

Lebenslauf als Maler:in und Lackierer:in

Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.

Das Anschreiben

Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.

Beispiel: Absatz im Anschreiben

In meinem Ausbildungsbetrieb habe ich vor allem in Wohnungen und Büros gearbeitet und bin inzwischen oft allein bei Kund:innen. Ich arbeite sauber, decke gründlich ab und lasse die Räume ordentlich zurück. Besonders gern setze ich Spachteltechniken ein. Ihr Betrieb hat einen Schwerpunkt auf Denkmalpflege, und ich möchte lernen, mit historischen Materialien zu arbeiten.

Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.

Do & Don't

So geht's

  • Techniken und Einsatzbereiche nennen
  • Fotos von Arbeiten beilegen
  • Selbstständige Arbeit bei Kund:innen betonen
  • Führerschein erwähnen

Lieber nicht

  • Nur „Streichen“ als Aufgabe
  • Höhenarbeit ausschließen, ohne es zu sagen
  • Fotos ohne Beschreibung
  • Arbeitsschutz kleinreden

Ausbildung & Quereinstieg

Der klassische Weg

Die duale Ausbildung zur Malerin und Lackiererin bzw. zum Maler und Lackierer dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. Es gibt mehrere Fachrichtungen, etwa Gestaltung und Instandhaltung oder Bauten- und Korrosionsschutz. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Daneben gibt es die zweijährige Ausbildung zur bzw. zum Bauten- und Objektbeschichter:in. Später sind Meister:in, Techniker:in oder Restaurator:in im Handwerk möglich.

Quereinstieg

Malerbetriebe stellen häufig Helfer:innen ein. Wer handwerklich sorgfältig arbeitet, kann mit Erfahrung die Ausbildung nachholen, die zweijährige Ausbildung zur bzw. zum Bauten- und Objektbeschichter:in machen oder als Externe:r zur Prüfung gehen.

Checkliste

Bevor du abschickst

  • Gesellenbrief und Fachrichtung angegeben?
  • Techniken und Einsatzbereiche genannt?
  • Fotos von Arbeiten beigelegt?
  • Führerschein angegeben?
  • Schwerpunkt des Betriebs im Anschreiben?
  • Zeugnisse beigelegt?

Häufige Fragen

Muss ich schwindelfrei sein?+

Für Fassadenarbeiten auf Gerüsten ja. Wenn du lieber innen arbeitest, sag das offen.

Lohnt sich eine Bewerbung mit Fotos?+

Ja. Zwei bis vier gute Fotos zeigen deine Qualität besser als jede Beschreibung.

Kann ich mich auf Fassade oder Gestaltung spezialisieren?+

Ja. Viele Betriebe haben Schwerpunkte. Nenn deinen Wunsch im Anschreiben.

Gibt es Arbeit im Winter?+

Ja, dann vor allem in Innenräumen. Frag nach der Auftragslage im Gespräch.

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