Inhalt · 9 Abschnitte+
Worauf Arbeitgeber achten
Straßenbauer:innen bauen und sanieren Straßen, Wege, Plätze, Parkflächen und Radwege. Sie verlegen Pflaster, setzen Bordsteine, bauen Entwässerung ein und arbeiten mit Asphalt und großen Maschinen.
Tiefbaufirmen achten in der Bewerbung darauf, welche Arbeiten du kannst, welche Maschinen du bedienst und welche Führerscheine du hast. Erfahrung als Vorarbeiter:in ist ein großes Plus.
Das prüfen Personaler:innen zuerst
- Gesellenbrief als Straßenbauer:in
- Erfahrung mit Pflaster, Asphalt, Bordsteinen und Entwässerung
- Maschinen wie Bagger, Radlader oder Rüttelplatte
- Führerscheine, oft C oder CE
- Kenntnisse in Verkehrssicherung von Baustellen
Der Lebenslauf
Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Straßenbauer:in aussehen:
04/2021 – heute · Straßenbauer, Tiefbauunternehmen, Magdeburg
- – Herstellung von Tragschichten und Pflasterflächen
- – Setzen von Bord- und Rinnensteinen
- – Einbau von Straßenabläufen und Entwässerungsleitungen
- – Mitwirkung beim Asphalteinbau
- – Aufbau der Verkehrssicherung nach Plan
Stärken belegen statt behaupten
Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Straßenbauer:in besonders, und so kannst du sie belegen:
- Genauigkeit: Beschreib, wie du Höhen und Gefälle kontrollierst.
- Maschinenkompetenz: Nenn Maschinen, die du sicher bedienst.
- Teamarbeit: Zeig die Abstimmung in der Kolonne.
- Wetterfestigkeit: Erwähn die Arbeit bei Hitze und Kälte.
Fachkenntnisse & Programme
In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Straßenbauer:in:
- Pflaster- und Plattenbeläge
- Asphalteinbau
- Bord- und Rinnensteine
- Entwässerung und Kanalanschlüsse
- Einmessen mit Nivelliergerät und Laser
- Bedienung von Bagger, Radlader und Verdichtungsgeräten
- Verkehrssicherung von Arbeitsstellen
- Führerschein Klasse C oder CE
Lebenslauf als Straßenbauer:in
Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.
Das Anschreiben
Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.
Seit meiner Ausbildung arbeite ich im kommunalen Straßenbau und stelle Pflasterflächen, Bordsteinanlagen und Entwässerungen her. Ich bediene Bagger und Radlader und habe den Führerschein CE. Mir ist wichtig, dass eine Fläche nicht nur gut aussieht, sondern auch das Wasser richtig abläuft. Ihr Unternehmen setzt viele Radwegeprojekte um, und dort möchte ich als Vorarbeiter Verantwortung übernehmen.
Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.
Do & Don't
So geht's
- Arbeiten und Maschinen nennen
- Führerscheine angeben
- Kenntnisse in Verkehrssicherung erwähnen
- Führungsziele zeigen
Lieber nicht
- Nur „Tiefbauarbeiten“ schreiben
- Maschinenkenntnisse übertreiben
- Saisonpausen nicht erklären
- Sicherheit kleinreden
Ausbildung & Quereinstieg
Der klassische Weg
Die duale Ausbildung zur Straßenbauerin bzw. zum Straßenbauer dauert drei Jahre und ist eine Stufenausbildung: Nach zwei Jahren kann ein Abschluss als Tiefbaufacharbeiter:in erreicht werden. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Danach sind Vorarbeiter:in, Polier:in, Meister:in oder Bautechniker:in möglich.
Quereinstieg
Viele Tiefbaufirmen stellen Helfer:innen ein. Wer Führerschein C oder Maschinenerfahrung mitbringt, ist besonders gefragt. Mit Berufspraxis ist die Externenprüfung möglich.
Checkliste
Bevor du abschickst
- Gesellenbrief beigelegt?
- Arbeiten und Maschinen beschrieben?
- Führerscheinklassen angegeben?
- Verkehrssicherung erwähnt?
- Führungsaufgaben genannt?
- Zeugnisse beigelegt?
Häufige Fragen
Brauche ich Führerschein C?+
Nicht immer, aber oft. Viele Firmen unterstützen dich dabei.
Ist der Beruf saisonabhängig?+
Teilweise. Im Winter gibt es weniger Asphaltarbeiten. Frag nach der Regelung zum Winter.
Wie werde ich Polier:in?+
Mit Berufserfahrung über eine Weiterbildung der Bauwirtschaft.
Kann ich als Garten- und Landschaftsbauer:in wechseln?+
Ja, besonders bei Pflasterarbeiten. Betone deine Erfahrung mit Flächen und Maschinen.