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Worauf Arbeitgeber achten
Tourismuskaufleute beraten Kund:innen, planen und buchen Reisen, kümmern sich um Geschäftsreisen, Visa und Umbuchungen und arbeiten bei Reisebüros, Reiseveranstaltern, Geschäftsreisebüros und Online-Anbietern. Der offizielle Ausbildungsberuf heißt Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit bzw. für Privat- und Geschäftsreisen.
Arbeitgeber achten in der Bewerbung auf Beratungsstärke, Erfahrung mit Buchungssystemen, Länderkenntnisse und Sprachkenntnisse.
Das prüfen Personaler:innen zuerst
- Abschluss als Tourismuskaufmann/-frau oder vergleichbar
- Erfahrung in Reiseberatung, Veranstalter oder Geschäftsreisen
- Buchungssysteme wie Amadeus oder Sabre
- Länder- und Zielgebietskenntnisse
- Fremdsprachen
Der Lebenslauf
Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Tourismuskaufmann/-frau aussehen:
08/2022 – heute · Tourismuskauffrau, Reisebüro, Reisebüro, Würzburg
- – Beratung und Buchung von Pauschal- und Bausteinreisen
- – Flugbuchungen und Umbuchungen im Reservierungssystem
- – Information zu Einreisebestimmungen und Versicherungen
- – Bearbeitung von Reklamationen nach der Reise
- – Planung von Gruppenreisen
Stärken belegen statt behaupten
Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Tourismuskaufmann/-frau besonders, und so kannst du sie belegen:
- Beratungsstärke: Beschreib, wie du eine passende Reise für besondere Wünsche gefunden hast.
- Organisationstalent: Nenn eine komplexe Reise oder Gruppenreise, die du geplant hast.
- Ruhe bei Problemen: Zeig, wie du bei Ausfällen oder Umbuchungen schnell reagierst.
- Länderkenntnisse: Erwähn eigene Reisen oder Inforeisen.
Fachkenntnisse & Programme
In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Tourismuskaufmann/-frau:
- Reservierungssysteme wie Amadeus oder Sabre
- Veranstalter-Buchungssysteme
- Pauschalreiserecht
- Einreisebestimmungen und Visa
- Reiseversicherungen
- Geschäftsreise-Tools, falls vorhanden
- Fremdsprachen
Lebenslauf als Tourismuskaufmann/-frau
Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.
Das Anschreiben
Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.
In meinem Reisebüro berate ich Familien und Paare zu Pauschal- und Individualreisen und plane Gruppenreisen. Wenn ein Flug ausfällt, finde ich schnell eine Alternative und halte meine Kund:innen auf dem Laufenden. Ich arbeite sicher mit Amadeus. Ihr Unternehmen ist auf Geschäftsreisen spezialisiert, und ich möchte meine Organisationsstärke in diesem Bereich einsetzen.
Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.
Do & Don't
So geht's
- Bereich und Buchungssysteme nennen
- Länderkenntnisse und Sprachen angeben
- Problemlösung mit Beispiel zeigen
- Weiterbildungen erwähnen
Lieber nicht
- Nur „Reisen buchen“ schreiben
- Eigene Urlaube statt Fachwissen in den Vordergrund stellen
- Kund:innen erkennbar nennen
- Den Schwerpunkt des Unternehmens ignorieren
Ausbildung & Quereinstieg
Der klassische Weg
Die duale Ausbildung zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit oder für Privat- und Geschäftsreisen dauert drei Jahre und endet mit der IHK-Prüfung. Viele Betriebe erwarten einen mittleren Schulabschluss oder Abitur. Danach sind Fachwirt:in für Tourismus oder ein Studium im Tourismusmanagement möglich.
Quereinstieg
Quereinsteiger:innen aus Hotellerie, Gastronomie oder Kundenservice finden im Tourismus oft einen Einstieg. Sprachkenntnisse und Beratungserfahrung sind wichtiger als der Abschluss. Kurse zu Buchungssystemen helfen.
Checkliste
Bevor du abschickst
- Bereich und Systeme angegeben?
- Länderkenntnisse und Sprachen genannt?
- Problemlösungsbeispiel im Anschreiben?
- Weiterbildungen aufgeführt?
- Keine Kundendaten genannt?
- Zeugnisse beigelegt?
Häufige Fragen
Welche Ausbildung ist die richtige?+
Für Reisebüros und Geschäftsreisen die Ausbildung für Privat- und Geschäftsreisen, für Freizeit- und Tourismusorganisationen die für Tourismus und Freizeit.
Wie wichtig sind eigene Reisen?+
Sie helfen bei der Beratung, ersetzen aber kein Fachwissen. Erwähn sie kurz.
Gibt es Homeoffice?+
Bei Online-Anbietern und im Geschäftsreisemanagement oft ja. Frag nach.
Kann ich zu einem Veranstalter wechseln?+
Ja. Betone Produktwissen und Organisation.