Inhalt · 9 Abschnitte+
Worauf Arbeitgeber achten
Zahnmedizinische Fachangestellte assistieren bei Behandlungen, kümmern sich um Hygiene, Termine und Abrechnung und betreuen Patient:innen. Viele spezialisieren sich später auf Prophylaxe oder Verwaltung.
Zahnarztpraxen wollen in der Bewerbung sehen, ob du eher in der Stuhlassistenz, der Prophylaxe oder an der Rezeption und Abrechnung stark bist und welche Software du kennst.
Das prüfen Personaler:innen zuerst
- Abgeschlossene Ausbildung als ZFA
- Schwerpunkt: Assistenz, Prophylaxe, Rezeption oder Abrechnung
- Erfahrung mit bestimmten Behandlungen, etwa Implantologie, Kieferorthopädie oder Endodontie
- Sicherheit bei Hygiene und Aufbereitung von Medizinprodukten
- Kenntnisse in BEMA, GOZ und der Praxissoftware
Der Lebenslauf
Beschreib jede Station mit den Aufgaben, die du wirklich übernommen hast. Starke Verben und konkrete Einsatzbereiche sagen mehr als eine bloße Jobbezeichnung. So könnte eine Station als Zahnmedizinische:r Fachangestellte:r aussehen:
08/2022 – heute · Zahnmedizinische Fachangestellte, Zahnarztpraxis mit Schwerpunkt Implantologie, Rostock
- – Stuhlassistenz bei konservierender Behandlung, Chirurgie und Implantologie
- – Hygiene, Aufbereitung und Freigabe von Medizinprodukten
- – Anfertigung von Röntgenaufnahmen nach Anordnung
- – Professionelle Zahnreinigung im Rahmen der Prophylaxe
- – Abrechnung nach BEMA und GOZ sowie Erstellung von Heil- und Kostenplänen
Stärken belegen statt behaupten
Eigenschaften glaubt man dir erst, wenn du zeigst, wo du sie gebraucht hast. Diese Stärken zählen als Zahnmedizinische:r Fachangestellte:r besonders, und so kannst du sie belegen:
- Vorausdenken: Beschreib, wie du Behandlungen vorbereitest, sodass die Zahnärztin oder der Zahnarzt nicht warten muss.
- Einfühlungsvermögen: Nenn ein Beispiel für den Umgang mit ängstlichen Patient:innen.
- Hygienebewusstsein: Zeig, dass du für die Aufbereitung verantwortlich bist.
- Genauigkeit in der Abrechnung: Erwähn, wenn du Heil- und Kostenpläne erstellst oder abrechnest.
Fachkenntnisse & Programme
In den Abschnitt „Kenntnisse“ gehört, was du sicher beherrschst. Typisch für Zahnmedizinische:r Fachangestellte:r:
- Stuhlassistenz und Instrumentenkunde
- Hygiene und Aufbereitung von Medizinprodukten
- Röntgen mit Kenntnissen im Strahlenschutz
- Prophylaxe und professionelle Zahnreinigung
- Abrechnung nach BEMA und GOZ
- Praxissoftware, zum Beispiel Dampsoft, CGM Z1 oder evident
- Terminplanung und Patientenkommunikation
Lebenslauf als Zahnmedizinische:r Fachangestellte:r
Jobrezept fragt deine Stationen Schritt für Schritt ab und formuliert daraus einen Lebenslauf, der zur Stelle passt.
Das Anschreiben
Im Hauptteil verbindest du deine Erfahrung mit dem, was die Stelle verlangt. Ein Absatz mit einem konkreten Beispiel überzeugt mehr als eine Liste von Eigenschaften.
In meiner Ausbildungspraxis mit Schwerpunkt Implantologie habe ich bei chirurgischen Eingriffen assistiert und bin seit einem Jahr für die Aufbereitung von Medizinprodukten verantwortlich. Am meisten Freude macht mir die Prophylaxe, weil ich Patient:innen dabei begleiten und aufklären kann. Ihre Praxis legt einen Schwerpunkt auf Vorsorge, und ich möchte die Weiterbildung zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin bei Ihnen angehen.
Ergänz einen Satz dazu, warum du genau zu diesem Arbeitgeber willst. Das kann das Team, das Arbeitsfeld, ein Schwerpunkt oder die Nähe zum Wohnort sein, solange es ehrlich ist.
Do & Don't
So geht's
- Schwerpunkte und Fachrichtung der Praxis nennen
- Hygiene- und Röntgenkenntnisse angeben
- Software und Abrechnungserfahrung aufführen
- Weiterbildungsziele wie ZMP oder ZMV erwähnen
Lieber nicht
- Patientenfälle konkret beschreiben
- Nur „Assistenz“ als Aufgabe
- Abrechnungskenntnisse verschweigen, wenn du sie hast
- Das Profil der Praxis nicht kennen
Ausbildung & Quereinstieg
Der klassische Weg
Die duale Ausbildung zur bzw. zum Zahnmedizinischen Fachangestellten dauert drei Jahre. Zuständig ist die Zahnärztekammer. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben, viele Praxen wünschen sich einen mittleren Schulabschluss. Danach bieten sich Weiterbildungen an, etwa zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistent:in (ZMP), Verwaltungsassistent:in (ZMV) oder Dentalhygieniker:in (DH).
Quereinstieg
Als Quereinsteiger:in kannst du in manchen Praxen an der Rezeption oder in der Verwaltung beginnen. Für die Assistenz am Stuhl ist die Ausbildung praktisch Voraussetzung. Erfahrung aus anderen medizinischen Berufen hilft, die Ausbildung kann dann unter Umständen verkürzt werden.
Checkliste
Bevor du abschickst
- Abschlusszeugnis der Ausbildung beigelegt?
- Schwerpunkte und Behandlungsarten genannt?
- Röntgen- und Hygienekenntnisse angegeben?
- Abrechnung und Software aufgeführt?
- Weiterbildungsziel im Anschreiben?
- Praxisinhaber:in namentlich angesprochen?
Häufige Fragen
Kann ich mich als ZFA in der Kieferorthopädie bewerben?+
Ja. Betone dann Erfahrungen mit Abdrücken, Patient:innen im Kindes- und Jugendalter und Organisation. Spezielle Abläufe lernst du in der Einarbeitung.
Welche Weiterbildung lohnt sich?+
Das hängt von deinem Schwerpunkt ab. Wer gern mit Patient:innen arbeitet, wählt oft die ZMP. Wer lieber organisiert, die ZMV.
Muss ich mit allen Praxisprogrammen arbeiten können?+
Nein. Nenn die Programme, die du kennst, und betone, dass du dich schnell einarbeitest.
Ist ein Probearbeiten üblich?+
Ja, in vielen Praxen. Es hilft beiden Seiten zu sehen, ob es passt.